Der Koch (= Smutje) ist die wichtigste Person an Bord. Wenn das Essen schlecht ist, sinkt die Stimmung schnell und gewaltig. Eine Meuterei steht quasi bevor, vor allem, wenn das Wetter schlecht ist. Das kochen an Bord ist wichtig, wenn auch etwas anders als von daheim gewohnt. Daher will ich einmal darauf eingehen, worauf man achten sollte, damit der Trip nicht ins Wasser fällt.

Kochen an Bord ist anders als zu Hause
(https://es.toonpool.com/cartoons/Thanksgiving_148179)

Die Kombüse eines Segelboots ist meist doch recht begrenzt und wenn man auf einem Charter Boot ist, auch selten luxuriös ausgestattet. Auf langen Passagen muss man kalkulieren, was man denn essen möchte und ausreichende Mengen mitnehmen. Nach ein paar Tagen verderben frisches Obst und Gemüse.

Nicht jedes Boot verfügt über eine Tiefkühltruhe, so kann Fleisch auch höchstens ein paar Tage gelagert werden. Das alles will berücksichtigt sein.Es scheint eine Kunst zu sein, das kochen auf See. Wer dazu mehr lesen möchte, guckt hier: Lagerung und Verproviantierung. oder hier: Konservierungsmethoden.

Geeignete Lebensmittel an Bord

Grundsätzlich sind alle Lebensmittel geeignet, manche mehr, manche weniger. Besonders auf langen Törns, ist Planung gefragt. Am Anfang kann es besonders anstrengend sein, sich jedes Mal durch all die Dosen und Büchsen zu arbeiten, bis man gefunden hat, was man sucht. Da die Kombüse meist bis auf den letzten Platz vollgeräumt wurde. Aber schon nach ein paar Tagen lichten sich dort die Reihen.

Zu empfehlen ist es, einen Wochen Essensplan aufzustellen und dementsprechend einzukaufen. So vermeidet man es, unnötige Dinge zu kaufen, die nachher im letzten Eck liegen bleiben.

Lebensmittel, die man oft braucht, sollten entsprechend nah und zugänglich an der Kochecke gelagert werden. Dinge, wie Kaffee, Tee, Pfeffer, Salz und Brot, Aufstriche und Speiseöl gehören dazu.

Nudeln und Reis sind genauso oft benutzt, daher sollten auch sie griffbereit gelagert werden.

Grundvorrat an Lebensmitteln an Bord

  • Nudeln
  • Reis
  • Kartoffeln
  • Brühwürfel
  • Gewürze (Salz, Pfeffer, Curry, Paprikapulver etc)
  • Mehl
  • Zucker (oder Zuckerersatz)
  • Honig
  • Öl, Essig
  • Snacks, Dörrobst

Frische Kräuter halten sich zwar nicht unbedingt sehr lange, sind aber in jedem Fall die beste Methode, jedes Gericht aufzupeppen. Es muss auch nicht immer nur Petersilie oder Schnittlauch sein. Kerbel, Koriander oder Liebstöckel sind nur einige der Möglichkeiten. Aber wozu passen die Kräuter am Besten? Lade dir jetzt den kostenfreien Guide herunter, welche Kräuter am besten zu welchem Gemüse passen:

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Kochen an Bord heißt oft improvisieren

Wie schon mal erwähnt, eine reisende Küche ist leider nicht so groß und gut ausgestattet, wie die daheim. Gekocht wird meist mit Gas, es gibt maximal zwei Herdplatten und mit Glück einen Ofen. Der Kühlschrank ist auch eher überschaubar groß, denn der braucht viel Energie.

Wenn bei Seegang gekocht wird, fliegt alles, was nicht festgeklemmt oder festgehalten wird bald durch die Gegend und auf den Boden. Der Herd ist glücklicher Weise kardanisch aufgehängt, also bewegt der sich so, dass zumindest der Topf auf dem Herd stehen bleibt.

Klingt schlimmer, als es ist. Es kann nerven ja, aber das macht ja auch den Reiz aus.

Die Anschaffung eines Schnellkochtopfs kann ich nur empfehlen. Der Deckel sitzt dank Unterdruck bombenfest, auch bei Seegang und es spart am Gasverbrauch.

Seekrank aufgrund von Lebensmitteln?

Es klingt im ersten Moment vielleicht seltsam, aber ich kann es aus eigener Erfahrung bestätigen. Es gibt Lebensmittel, die fördern die Entstehung von Seekrankheit. Das sind vor allem Histaminhaltige Lebensmittel. Hierzu zählen unter anderem: Rotwein, Kaffee, Hülsenfrüchte, sowie geräuchtertes Fleisch.

Dabei ist es von Mensch zu Mensch unterschiedlich, ob sich die Seekrankheit entwickelt oder nicht. Zudem auch noch von der Tagesform abhängig. Es gibt also leider keine in Stein gemeißelte Wahrheit. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ihm oder ihr gut tut und was nicht. Wer sich aber genauer zu dem Thema informieren will, klickt hier: Histaminhaltige Lebensmittel.

Vitamin C hingegen fördert den Histaminabbau und soll auch vorbeugend gegen Seekrankheit wirken.